ZWEITER PROZESS GEGEN DIE DREI HEINIS

Im August 2017 wurde auf dem Heinrichplatz in Berlin Kreuzberg eine

Videokundgebung gegen Polizeigewalt während des G20 Gipfels gehalten.

Den Bullen schien das nicht zu gefallen. Im Anschluss an die Kundgebung

wurden die verbliebenen Teilnehmer*innen gewaltsam von der Straße

gedrängt. Dabei wurden drei Aktivist*innen festgenommen. Die

lächerlichen Vorwürfe von Gefangenenbefreiung, tätlichem Angriff,

Körperverletzung und Widerstand wurden mithilfe der fleißig Berichte

schreibenden Bullen untermalt. Jetzt steht der zweite Prozess gegen die

drei vom Heinrichtplatz an. Kommt vorbei, seid laut und lasst uns dem

Dreckssystem unsere Wut entgegenstellen. Solidarität in jeder Form ist

gewünscht.

Da es zu kurzfristigen Änderungen kommen kann, checkt am Tag vorher

nochmal die üblichen Kanäle.

*FÜR EINE GESELLSCHAFT OHNE KNÄSTE!*

Wann? Donnerstag, 15.08.2019, Prozess 10 Uhr, Kundgebung ab 9 Uhr

Wo? Prozess: Raum 671, Amtsgericht Tiergarten, Turmstraße 91, 10559 Berlin

Kundgebung: vor dem Haupteingang in der Turmstraße 91

Prozess Gegenproteste Hessmarsch 2018

Prozessbegleitung

Am Donnerstag den 25.7.19, findet ein Prozess gegen eine Antifaschist*in im
Kontext der Gegenproteste zum Rudolf-Heß-Marsch 2018 in der Kirchstr. 6,
10557 Berlin, R.1002 statt.
Sie wird beschuldigt während der Gegenproteste gegen das
Versammlungsgesetz verstoßen und Widerstand geleistet zu haben. Schon
wieder hat die Polizei Nazis geschützt und ihre Aufmärsche ermöglicht.
Und schon wieder versuchen sie an einzelnen Gegenprotestler*innen ein
Exampel zu statuieren.

Lasst uns solidarisch zeigen, dass wir sowohl dies NS
Verherrlicher*innen als auch die Willkür und Gewalt der Cops nicht
akzeptieren! Gemeint sind wir alle!

40 Jahre MehringHof – 40 Jahre Selbstverwaltung!

Hoffest am 10.08.19 ab 15 Uhr
Der Eintritt ist frei, alle Einnahmen werden gespendet
Ort: MehringHof, Gneisenaustr. 2a, 10961 Berlin-Kreuzberg

Unter dem Motto „Wir bleiben alle!“ feiert der MehringHof sein 40. Jubiläum mit einem Hoffest – und fettem Programm!

Live-Konzerte: Slamtilt!, Option Weg, Schwarze Risse Band, Shantycrew Kreuzberg, Judiths Krise, Mila, Ötter Pötter und Dancing Fools rocken den Hinterhof.

Veranstaltung: Gründer*innen und frühere Mitstreiter*innen erzählen in einem Gespräch über die Geschichte des MehringHofs Anekdoten und Wissenswertes.

Tombola: Bei der Tombola gibt es viele Preise zu gewinnen, von Büchern über ein nagelneues Fahrrad bis zu CDs und Zeitungs-Abos! Alle Einnahmen aus dem Losverkauf gehen an das Medibüro Berlin, das Menschen ohne Aufenthaltsstatus und ohne Krankenversicherung anonyme und kostenlose medizinische Behandlung vermittelt.

Infostände: An den Infoständen können sich Besucher*innen über die Projekte im MehringHof und viele andere Initiativen und Vereine aus der ganzen Stadt informieren – von Lause lebt e.V. bis Sea-Watch e.V. (Bei Interesse an einem Infostand bitte E-Mail bis spätestens 02.08. an booking[@]clash-berlin.de)

Kinderecke: Von 16 bis 19 Uhr gibt es eine Kinderbetreuung mit Spielen, außerdem können sich Kinder am Stand von Graph Druckula Buttons selber machen.

Feuershow und Überraschungsprogramm:
Nicht nur Pyroman*innen werden sich freuen, eine Feuershow gibt´s auch noch, außerdem noch einen Überraschungs-Act. Mehr wird nicht verraten, sonst wäre es ja keine Überraschung mehr …

Filme: Gezeigt werden kurze und lange Filme zur Geschichte des MehringHofs und der hier ansässigen Projekte, seid gespannt!

3 Ausstellungen: Die Ausstellung „Bleilettern aus Kreuzberg erobern die Welt. Faschismus, Zwangsarbeit und die Schriftgießerei H. Berthold“ beschäftigt sich mit der Geschichte der Berthold AG. Ambulante Dienste e.V., der persönliche Assistenz für chronisch Kranke und Menschen mit Behinderung organisiert, zeigt in seinem Kellerbüro eine Ausstellung und last but not least werden Fotos und Plakate aus der Gründungszeit des MehringHofs bis heute zu sehen sein.

Essen und Getränke: Für das leibliche Wohl wird natürlich auch gesorgt, es ist für alle was dabei, ob nun vegan oder mit Fleisch, mit oder ohne Alkohol.

Der MehringHof – von seinen Anfängen bis heute

Berlin-Kreuzberg Ende der 1970er Jahre. Die ersten Häuser wurden besetzt, um die systematische Zerstörung von Wohnraum, von ganzen Kiezen durch die Kahlschlagsanierung zu stoppen und ihr etwas entgegenzusetzen. In dieser radikalen Aufbruchstimmung der neuen, sozialen Bewegungen entstand die Idee, ein alternatives Zentrum aufzubauen. Schüler*innen und Lehrer*innen der Schule für Erwachsenenbildung (SfE) taten sich mit ähnlich strukturierten Projekten zusammen und kauften 1979 gemeinsam als GmbH das Fabrikgrundstück der Fa. Berthold auf dem Hinterhof der Gneisenaustr. 2. Der MehringHof “gehört” noch heute den im Haus arbeitenden Gesellschafter*innen. Alle wichtigen Entscheidungen werden nach wie vor in Mieter*innenversammlungen diskutiert und entschieden – meistens einvernehmlich.

Der MehringHof lebt von seiner speziellen Mischung: Einerseits gibt es Gewerbebetriebe wie den Buchladen Schwarze Risse, die Verlage, den Fahrradladen Mehringhof und Kulturbetriebe wie das Mehringhof-Theater oder das Clash. Andererseits haben soziale Projekte, Initiativen und Vereine hier ihren festen Platz, wie etwa das Medibüro Berlin, der AOB – Arbeitskreis Orientierungs- und Bildungshilfe e.V., der Kälteschutz für Obdachlose, Tauwetter e.V., die SFE – Schule für Erwachsenenbildung, der Tu’ng Dojo e.V. oder der FDCL – Forschungs- und Dokumentationszentrum Chile-Lateinamerika e.V. …

Mehr Infos zum MehringHof und den hier ansässigen Projekten unter: www.mehringhof.de

Spendenaufruf

SPENDENAUFRUF
Am 14. Juni des letzten Jahres ist unsere Freundin Sophia verschwunden. Eine Woche lang haben wir unablässig nach ihr gesucht und mussten
doch am 21. Juni 2018 von ihrem Tod erfahren. Genau ein Jahr später beginnt nun der Prozess gegen den mutmaßlichen Täter. Alles, was
wir noch für Sophia tun können, ist es, jegliche in unserer Macht stehenden Mittel zu nutzen um für einen Prozess im Sinne Sophias zu sorgen, in
dem kein Platz für Victim blaming, Sexismus und Rassismus ist. Dazu brauchen wir eure Unterstützung! Wir können die Kosten für Anwält*innen, für die Fahr-
ten zu den Prozessterminen und für den psychologischen Beistand nicht alleine tragen. Unterstütze uns mit deiner Spende dabei einen
Prozess in Sophias Sinne zu ermöglichen. Für einen Prozess jenseits von rassistischenVorurteilen. Für einen Prozess, in dem Sexismus
und Victim blaming keinen Platz hat.DANKE!
IBAN: DE22 4306 0967 1183 0034 01
EMPFÄNGER: Spendenkonto Sophia Lösche

Infos zur DNA Abnahme

Von abc Berlin:

Dem Datensammelfetischismus der Behörden entschlossen entgegentreten

Der Datensammelfetischismus der Behörden nimmt von Monat zu Monat zu und es scheint, dass Widerstand dagegen kaum stattfindet. Es gibt aber Betroffene, welche ihre DNA abgeben sollen und anstatt den Befehlen der Behörden zu gehorchen, ihre Situation öffentlich machen und (unter anderem allein schon damit) den Behörden den Mittelfinger zeigen. So ein Beispiel haben wir auf de.indymedia.org gefunden: https://de.indymedia.org/node/33756.

Wir finden es absolut nötig, dass wir uns untereinander darüber austauschen, welche Formen von Repression uns begegnen. Die Abnahme der DNA ist zum einen eine von vielen Möglichkeiten der Behörden, uns einschüchtern zu wollen. Wenn wir das erstmal sind, fangen wir vielleicht auch an, vor Gericht zu reden, machen Einlassungen, Deals und entschuldigen uns manchmal sogar für unsere Handlungen. Es ist aber zum anderen auch eine Möglichkeit für die Behörden, uns ausfindig zu machen, unser Leben auf Schritt und Tritt zu kontrollieren und damit unter anderem die Überwachung zu perfektionieren.

Dem müssen wir dringend entgegensetzen, dass wir über die Repression, die uns (alltäglich) widerfährt, berichten und Widerstand organisieren. Dabei ist es egal, ob es um eine Hausdurchsuchung, eine ED-Behandlung, Geld- oder Knaststrafen geht. Jede Repression geht uns alle an! Wir sind uns sicher, dass der Betroffene im oben verlinkten Schreiben nicht allein ist, sondern es viele gibt, die zur DNA Abgabe aufgefordert wurden und werden. Wir rufen alle weiteren ehemaligen und zukünftigen Betroffenen dazu auf, ihre Situation zu veröffentlichen. Wir werden als abc Berlin die verschiedenen Fälle dokumentieren unter Repressionsfälle.

Falls ihr Unterstützung gegen die Repression braucht und euch dagegen organisieren wollt, meldet euch gerne über unseren Mailkontakt

abc Berlin

abc-berlin@immerda.ch

****SPEAKERS TOUR: SOZIALE BEWEGUNGEN IN KOLUMBIEN****

#soziale Kämpfe #Kolumbien #Autonomie #Repression #Internationale
Solidarität

“Wir fangen wieder bei Null an,” sagt Gladys Rojas zur
Menschenrechtslage in Kolumbien. Sie hilft kleinbäuerlichen Gemeinden
bei der Verteidigung ihrer Rechte. Dies ist seit der Wahl des
ultrarechten Präsidenten Duque noch riskanter geworden. 600
Aktivist*innen sind seit dem Friedensvertrag im November 2016 ermordet
worden. Massive Bedrohung sind Alltag, Vertreibungen und das
Verschwindenlassen nahmen zu. Dies trifft ganz konkret auch auf die
Region von Pablo Quintana zu. Er ist Bauer und kann aus erster Hand von
den massiven Übergriffen des Militärs und der Paramilitärs berichten
– auch gegen ihn selbst. Beide kommen zu Besuch nach Deutschland.

PABLO DE JESUS SANTIAGO QUINTANA
Kleinbauer aus Micoahumado und Mitglied der landesweiten
Bauernvereinigung CNA.

GLADYS ROJAS SIERRA
Menschenrechtsverteidigerin, verantwortlich für die Rechte von
Kleinbäuer*innen bei der Corporación Sembrar. Sie bietet psychosoziale
Hilfe für Opfer des Konfliktes an.

WANN? – Samstag, 15.6., 19 Uhr

WO? – Bandito Rosso, Lottumstr. 10a (Berlin)

Pablo und Gladys sind Mitglieder des Zusammenschlusses linker
Organisationen, dem Congreso de los Pueblos. Zusammen mit dem
internationalistischen Netzwerk Red de Hermandad organisieren wir die
Veranstaltungstour, auf der unsere Gäste über die aktuelle Situation
ihrer sozialen Kämpfe in dem Bürgerkriegsland sprechen.
Wenngleich von großer Repression betroffen, bieten die sozialen
Bewegungen Kolumbiens aber auch beeindruckende Beispiele an
(antikapitalistischen) Autonomiebestrebungen.

Die Veranstaltung findet auf Spanisch und Deutsch (Konsekutivübersetzung) statt.

Wir freuen uns auf euer Kommen!

Kolumbien Kampagne Berlin

Nach dem 1. Mai ist vor dem 1. Mai

In der Auswertung der 18 Uhr Demo am 1. Mai 2019 ist uns folgendes aufgefallen: es sind wieder einige Leute mitgenommen worden, vor allem jüngere Menschen. Mindestens eine Person wurde in der Wanne verprügelt.
Menschen wurden in zwei GESAs gebracht: Kruppstr. und Wedekindstr. Die Bullen waren wie immer schikanös, haben die Leute angepöbelt und solidarische Menschen draußen angelogen (z.B. sollten in der Wedekindstraße Medis abgegeben werden und die Bullen sagten, dass die Person ist nicht da sei).
Leute wurden lange in den Wannen festgehalten und sinnlos die ganze Nacht hin- und hergefahren von den GESAs zum Teil auf andere Bullenwachen im Stadtgebiet verteilt und dann morgens wieder zurück zur GESA oder zum T-damm gefahren. Bei den Vernehmungen gab es extrem lange Wartezeiten, Leute wurden in völliger Unklarheit gelassen, ob es eine Haftrichtervorführung gibt oder nicht. Eine Person wurde mit dem Vorwurf der Vermummung bis zum nächsten Vormittag im Tempelhofer Damm festgehalten, mindestens zwei Leute sitzen zum jetzigen Zeitpunkt noch in U-Haft.

Durch die langen Bearbeitungsstraßen, die Hin- und Herfahrerei und die langen Wartezeiten entsteht Langeweile und die Bullen versuchen, Plaudersituationen herbeizuführen. Dies ist Strategie der Bullen und dient einzig und allein dazu, Informationen rauszukriegen. Darüber hinaus muss auch bei Ingewahrsamnahmen und Verhaftungen mit Bullenverhören gerechnet werden.
Wie wir gesehen haben, dauern diese Prozeduren beim 1. Mai sehr lange, bereitet euch darauf vor, dass ihr nicht gleich wieder rauskommt.
Generell raten wir allen, sich im Vorfeld mit solchen Situationen auseinanderzusetzen und sich darauf vorzubereiten, denn wie immer gilt: Anna und Artur, Aishe und Ahmed halten‘s Maul!

Mit solidarischen Grüßen, EA

Festnahme während der Besetzung der Wrangelstr. 77 am 6.4.19 um 16.40 – Bildmaterial gesucht!

Folgende Anfrage erreichte uns: 

Festnahme während der Besetzung der Wrangelstr. 77 am 6.4.19 um 16.40 
- Bildmaterial gesucht!

Während der Mietenwahnsinndemo am 06.04. wurde der ehemalige Gemüseladen
Bizim Bakkal in der Wrangelstr. 77 besetzt. Um 16.40 wurde eine Person (Mann mit Glatze
und blauem T-shirt) brutal festgenommen. Um die Person im Falle folgender Repression
zu unterstützen, suchen wir Foto- und Videomaterial von der Situation.
Wer hat Aufnahmen von dem Bullenangriff Falkensteinstraße Richtung Wrangel 77
von 16.35 bis 16.45?

Solltet ihr Material haben, dann lasst es dem EA zukommen. 

 
EMAIL:          ea-berlin@riseup.net
                (Bitte das Material nur verschlüsselt schicken, falls nicht möglich,
                 trotzdem melden, wir finden einen Weg)

SPRECHSTUNDE:   Dienstags  20-21 Uhr
                Gneisenaustraße 2a, 2. Hinterhof rechts, 1. OG rechts

Mit solidarischen Grüßen
#Besetzen

Aufruf zur Prozessbegleitung

Am 08.05.2019 findet um 9 Uhr in Saal B131 im Amtsgericht Tiergarten der

erste von drei Prozessen gegen Aktivist*innen statt, die bei einer

Kundgebung gegen Polizeigewalt am Heinrichplatz 2017 verhaftet wurden.

Wir freuen uns, wenn der Saal voll wird.

Hier ein Artikel zu den Prozessen: https://de.indymedia.org/node/32091

Falls Du festgenommen wirst… Bei der Walpurgisnacht oder am 1.Mai

…rufe den Umstehenden Name, Geburtsdatum, Meldeadresse und Staatsangehörigkeit zu oder rufe selbst beim EA an oder bespreche vorher mit deinen Freund*innen, dass sie das für dich tun.

Sage den Bullen nicht mehr als Name, Meldeadresse, Geburtsdatum, Geburtsort, Staatsangehörigkeit und deinen Beruf.

Ansonsten Klappe Halten! Keine Aussagen machen!

Es ist dein Recht zu Schweigen. Bei den Bullen, im Gefangenentransporter und in der Zelle. Damit belastest du weder dich noch andere.

Unterschreibe nichts!

Bei der ED-Behandlung (Fotos, Finderabdrücke, Gewicht, Körpermerkmale etc.) lege Widerspruch ein, auch wenn du es nicht verhindern kannst.

Stimme in keinem Fall einer „freiwilligen“ DNA-Abnahme zu. Dazu können dich die Bullen nicht zwingen.

Melde Dich beim EA ab, sobald du freigelassen wurdest.

Spätestens am Ende des darauf folgenden Tages musst du freigelassen oder einer Richter*in vorgeführt werden.

Verlange nach Anwält*innen vom Berliner Ermittlungs-ausschuss.

Anwält*innen vom EA werden spätestens bei der Vorführung am Tag danach da sein und sich um dich kümmern.

Bis dahin heißt es: Halte durch!

EA Berlin – 030 69 22222

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