Der EA wird 40! Und Antirepressionsarbeit kostet immer noch Geld…

 

 

 

 

 

…daher ist es mal wieder an der Zeit, Euch um zahlreiche kurz- und langfristige Spenden für den EA Berlin zu bitten.. Eure solidarische Unterstützung ermöglicht es, dass wir nun schon seit 40 Jahren Menschen, die bei linken Demos und Aktionen festgenomen werden, Rechtsanwält*innen vermitteln. Niemand darf einfach in U-Haft “verschwinden” oder allein vor den*die Haftrichter*in müssen!

Wir freuen uns, über jede Spende an:

Netzwerk Selbsthilfe e.V.
IBAN: DE12 1009 0000 7403 8870 18
BIC: BEVODEBB

Einladung zur Podiumsveranstaltung am 17.10. zur staatlichen Repression nach G20

Einladung zur Podiumsveranstaltung am 17.10. zur staatlichen Repression
nach G20

Im Juli 2017 fand der G20-Gipfel in Hamburg statt. Zehntausende haben
dies zum Anlass genommen, um gegen die kapitalistischen Verhältnisse zu
protestieren. Dabei haben sie sich weder von Verbotszonen noch von
massiver Polizeigewalt abschrecken lassen.

Nach Ende des Gipfels wurden viele Aktivist*innen mit Repression
überzogen. Es gab und gibt Hausdurchsuchungen, Öffentlichkeitsfahndungen
und Prozesse, die teilweise mit mehrjährigen Haftstrafen endeten. Die
Prozesse im sogenannten Rondenbarg-Komplex stehen nach über drei Jahren
noch bevor. In acht verschiedenen Gruppen sind mindestens 86
Aktivist*innen angeklagt. Mehrjährige Haftstrafen drohen, weil sie an
einem Demonstrationszug teilgenommen haben sollen, der auf der Straße
Rondenbarg brutal zerschlagen wurde. Die Vorwürfe lauten unter anderem:
schwerer Landfriedensbruch, Angriff auf Vollstreckungsbeamte, versuchte
gefährliche Körperverletzung und Bildung bewaffneter Gruppen.

Mit der Veranstaltung wollen wir einen Blick zurück nach vorne werfen:
auf den Stand im Rondenbarg-Komplex, auf bereits abgeschlossene
Prozesse, auf die politische Motivation der staatlichen Repression nach
G20. Wir wollen uns solidarisch zeigen mit den von Repression
Betroffenen und darüber sprechen, wie wir praktische Solidarität
organisieren können.

Dazu haben wir eingeladen:

Betroffene*r im Rondenbarg-Komplex zu den Ereignissen dort und zur
politische Bedeutung des Verfahrens

Igor Gores, Bundesvorstand der Roten Hilfe zur Repression nach G20

Fabio, der erste Angeklagte im Rondenbarg-Verfahren, der fast fünf
Monate in Untersuchungshaft saß

Gabriele Heinecke, Rechtsanwältin von Fabio beim Rondenbarg-Prozess und
eines Angeklagten im Elbchausseeverfahren

Samstag | 17.10.2020 | 19 Uhr | Emmaus-Kirche | Lausitzer Platz | Berlin
Kreuzberg

Hinweise wegen Corona: Es wird bei der Veranstaltung auf Abstände und
Lüften geachtet. Bringt bitte eine Maske, warme Klamotten und eine
E-Mail-Adresse mit.

Sprechstunde in Coronazeiten

Hallo Leute,

einige Bitten, wenn ihr zu unseren Sprechstunden kommt:

  • tragt eine Vermummung
  • kommt nicht, wenn ihr euch krankheitsmässig ansteckend fühlt, Corona, Erkältung etc.pp.
  • versucht in kleiner Anzahl zu Erscheinen

Diese Bitten sind sehr ernst gemeint, da wir auch in dieser Jahreszeit und dem folgenden Winter Beratungen anbieten möchten.

Hi people,

some requests when you come to our consultations hours:

  • come hooded
  • don’t come if you are suffering from an infectious disease, corona, cold etc.pp.
  • try to appear in small numbers

These requests are very serious, as we would like to offer counseling during this season and the following winter.

Antirepkosten What-the-Fuck?!

**Weiterleitung**

 Wir wollen nur euer Geld!

Rote Hilfe e.V.
Verwendungszweck „Pro Choice“
GLS-BankKonto-Nr.: 4007 238 317BLZ: 430 609 67
IBAN: DE55 4306 0967 4007 2383 17
BIC: GENODEM1GLS

Hier könnt ihr hören, warum:
https://soundcloud.com/aze-4/wtf-antirep-podcast

Und wenn ihr erst kurz wissen wollt, worum es geht, dann lest hier:

Seit 2008 wird kraftvoll gegen den christlich-fundamentalistischen
„Marsch für das Leben“ protestiert. Mit Blockaden und unter tatkräftiger
Unterstützung von tausenden Feminist*innen, Queers und
Antifaschist*innen wurde der Marsch in den letzten Jahren gestört und
verzögert.

Doch wie so oft findet eine Kriminalisierung feministischer und
antifaschistischer Kämpfe statt. Ca. 100 Aktivist*innen, die sich 2019
an einer friedlichen Sitzblockade beteiligten, wurden über mehrere
Stunden in einem Kessel von der Polizei festgehalten, ohne Zugang zu
Toiletten und auch ohne ersichtlichen Sinn – der Marsch für das Leben
hatte schon weiterziehen können.

Alle Teilnehmenden wurden in die Gefangenensammelstelle gebracht, wo
ihre Identität festgestellt wurde. Bis jetzt haben mehr als 50 Personen
Anzeigen wegen Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte, Nötigung,
Vermummung und Verstoß gegen das Versammlungsgesetz erhalten. Doch hier
wird nicht nur feminstischer Protest kriminalisiert. Der Fall zeigt auch
die Konsequenzen der Verschärfungen von Straf- und Polizeigesetzen der
letzten Jahre. Die kleinste Regung und Reflexe werden als Widerstand
oder Gewalt gegen Vollstreckungsbeamte kriminalisiert. Die erhöhten
Strafmaße sollen gerade junge Menschen vom Protest abschrecken. Doch wie
schon immer gilt: Nur weil es kriminalisiert wird, heißt es nicht, dass
es falsch ist. Wir kämpfen weiter für reproduktive Rechte und gegen
christlichen Fundamentalismus. Wir lassen uns nicht einschüchtern und
halten zusammen!

Und vor allem: Am kommenden Samstag, den 19.9., sehen wir uns im schönen
Berlin Mitte, denn die Fundis kommen wieder, aber wir werden ihnen die
Show stehlen: https://whatthefuck.noblogs.org/

Wagenplätze unterstützen

trotz entgegengesetzter Versprechungen des Berliner Senats werden Ende Oktober zwei Wagenplätze und somit wir ihr Zuhause und ihre Projektflächen verlieren. Ein dritter Wagenplatz wurde bereits geräumt.
Wir würden uns freuen, wenn alle Projekte, Bündnisse, Vereine, Wagenplätz, Kneipen, Einzelpersonen etc.die Forderungen unterschreibt. Lasst uns der Stadt zeigen, dass wir uns durch ihre Verzögerungstaktik nicht in Luft auflösen werden!

http://www.wagenplätze-retten.org

Wenn Ihr Lust habt, lasst uns auch gerne einen Satz an Senat, Verwaltung oder die städtischen Immobilengesellschaften da!

Herzlichen Dank!
Die drei akut bedrohten Plätze
Queeres Wagenkollektiv Mollies, Wagenkunst Rummelsbucht und DieselA

und hier noch was fürs Auge:
https://www.youtube.com/watch?v=BZAfCouq2mk&feature=youtu.be

Unterstützung für das Umbruchbildarchiv

**Vom Umbruchbildarchiv**

Liebe Leute,

wir brauchen dringend Eure Unterstützung. Unsere monatlichen Kosten haben sich so stark erhöht, dass wir sie nicht mehr stemmen können. Umbruch ist als Projekt gefährdet. Wir suchen solidarische Menschen, die unsere nicht-kommerzielle Arbeit fördern. Bis Ende September wollen wir die uns monatlich fehlenden 500 Euro dauerhaft auf viele Schultern verteilen. Bitte helft uns, diesen Aufruf zu verbreiten. Werdet Fördermitglied!

Das Umbruch Bildarchiv gibt es seit 1988. Seit 30 Jahren dokumentieren wir Aktionen der linken, antifaschistischen und antirassistischen Bewegung und begleiten gemeinsam mit anderen Fotograf*innen und Initiativen laufende Kampagnen mit eigenen Projekten. Im Laufe der Jahre sind dabei z. B. etliche Fotoausstellungen entstanden: Über Kreuzberg und das Berlin der 1980er Jahre, die Veränderung der Kieze durch Gentrifizierung und vielfältige Proteste, über Zwangsräumungen, frühere und aktuelle Häuserkämpfe, über den Kampf der Geflüchteten gegen die Residenzpflicht und die Vertuschung des Mordes an Oury Jalloh. Mittlerweile beherbergt Umbruch weit mehr als 100.000 Fotos und stellt sie als Webgalerien ins Netz. Ein guter Fundus, um Publikationen aller Art zu gestalten.

Warum jetzt dieser Aufruf?

Als wir Umbruch 2004 in einen gemeinnützigen Verein umgewandelt haben, waren wir froh, damit der vorherigen Struktur eines „Wirtschaftsbetriebes“ entronnen zu sein, der unserem Anliegen, politisch und kulturell zu agieren, eh nie entsprochen hatte. Aber ein gemeinnütziger Verein funktioniert nur, wenn er Fördergelder oder ausreichend Mitgliedsbeiträge bekommt. An regelmäßigen Spenden bekommen wir monatlich derzeit rund 650 Euro. Unsere Kosten für Miete, eine Ministelle, Internet etc. liegen aber mittlerweile bei etwa 1350 Euro.

Auch wenn es gelingt, die gesamte Lause 10, wo wir seit Jahren unser Büro haben, in eine selbstorganisierte Genossenschaft umzuwandeln, müssen wir ab Herbst mit deutlich höheren Mietkosten rechnen. Unsere geringen Einnahmen aus Bildhonoraren, Projekten u. ä. werden spätestens dann nicht mehr ausreichen – ganz abgesehen von den durch das Corona-Virus nach wie vor erschwerten und finanziell nachteiligen Arbeitsbedingungen für Fotograf_innen.

Bitte helft uns, diesen Aufruf zu verbreiten. Werdet Fördermitglied. Beteiligt euch mit Einzelspenden in der euch möglichen Höhe. Jeder Dauerauftrag über fünf, zehn oder mehr Euro ist ein wichtiger Beitrag, dass Umbruch Bildarchiv langfristig erhalten bleibt – Gegen die Unterbelichtung der linken Bewegung!

Euer Umbruch Bildarchiv

Kontoverbindung: Postbank Berlin, IBAN: DE40 1001 0010 0000 1981 00 BIC: PBNKDEFF, Stichwort: Spende
Spenden sind steuerlich absetzbar. Ihr erhaltet eine Spendenbescheinigung.

Umbruch Bildarchiv e.V.
Lausitzer Straße 10, Aufgang B
10999 Berlin
Tel. 030 – 612 30 37
post@umbruch-bildarchiv.de
umbruch-bildarchiv.de
umbruch-bildarchiv.org

Knäste töten – Ferhat Mayouf wurde vom Knast Moabit ermordet


Demonstration am Sa. 29.08.2020 – U9-Turmstr. 19 Uhr

Rassismus tötet!

Am 23. 07.20 wurde Ferhat Mayouf durch den Knast Moabit ermordet. Er kam
aus Algerien, war 38 Jahre alt, saß im Untersuchungsknast und war nicht
weiß. Am 23.07 brannte es in seiner Zelle. Obwohl Schliesser*innen
während des Brandes vor seiner Zelle standen und er fünf Minuten lang
„Hilfe“ und „Feuer“ schrie, öffneten sie die Zelle nicht. Jetzt sprechen
sie von Suizid.

Es war Mord!

Der Brand wurde von Gefangenen als auch Schliesser*innen frühzeitig
wahrgenommen. Aber anstatt die Zellentür sofort zu öffnen, „berieten
sich die Beamten über fünf Minuten lang vor seiner Zelle, wie man nun
taktisch vorgehen müsse“, so ein Gefangener aus Moabit.
Dieser berichtete ebenfalls, dass Ferhat in seiner Haftzeit von
Wärter*innen verprügelt worden ist. Auch der Bruder von Ferhat spricht
von „Folterungen im Knast, z.B. durch Tritte“.

Knäste maskieren Morde als angeblichen „Suizid“

Morde wie der an Ferhat Mayouf sind keine Einzelfälle. Immer wieder
sterben Gefangene, vor allem People of Color und Schwarze Menschen in
den Knästen. Anschließend wird meist reflexartig von Suizid gesprochen
und die Verantwortung des Knastes zurückgewiesen. So auch in Ferhats Fall.

Rassismus, rassistische Polizei- und Justizgewalt und Unterdrückung sind
keine Phänomene, welche ausschließlich vor den Knasttoren zu finden
sind, im Gegenteil. In Knästen sind die Verhältnisse im Vergleich zu
draußen sogar verschärfter. Nicht nur rassistische Justizangestellte
sind Teil des „Normalzustandes“ im Knast. Das Knastsystem befördert
durch seine gesamte Struktur Rassismus, Klassismus, Ausbeutung und
Unterdrückung.

Ferhat wurde im Knast gefoltert, war den generellen Gewaltmechanismen
ausgesetzt und nicht weiß – was seine Haftbedingungen unter
rassistischen Justizangestellten zusätzlich erschwerte. Während seine
Zelle brannte und er um Hilfe schrie, unternahmen die Schliesser*innen
nichts. Unter diesen Umständen von Suizid zu sprechen, ist einfach nur
widerlich.

Es gibt keinen Selbstmord im Knast!

Knäste isolieren die Menschen von der Gesellschaft, sie machen die
Gefangenen regelrecht kaputt, sie foltern und töten. Unter
Knastumständen kann niemals von sogenannten Selbstmord die Rede sein.
Ferhat wurde zusätzlich Hilfe verwehrt, obwohl er danach schrie.

Diese Umstände dürfen weder verschwiegen, noch vergessen werden.
Deswegen werden wir am 29.08.20 auf die Straßen gehen, um dagegen zu
demonstrieren, Ferhat Mayouf und allen anderen Ermordeten zu gedenken
und uns an die Seite all jener zu stellen, die gefangen gehalten werden.

Kommt um 19:00 Uhr zum U-Bahnhof Turmstraße, Ausgang Turmstraße!

Lasst uns gemeinsam zum Knast Moabit laufen und unserer Wut Ausdruck
verleihen!

Für eine Gesellschaft ohne Ausbeutung, Unterdrückung und Knäste!

Interview mit dem Anarchistischen Radio Berlin zur ID Verweigerung

Was zum Reinhören…

https://www.aradio-berlin.org/libertarer-podcast-mairueckblick-2020/

 

Wieder mal nach dem 1. Mai ist vor dem 1. Mai

Wir danken allen Menschen, die in diesem Jahr auf der Strasse gewesen sind.

Leider gab es wieder Repression. Wenn ihr wollt , könnt ihr in unsere Sprechstunde kommen, auch wenn es später noch Post gibt.

Und wie immer bitten wir euch, auf rumgequatsche und Spekulationen zu verzichten. Die Bullen und der Staatsschutz freuen sich sonst über Infos und mehr.

Anna und Arthur und Aishe und Alf haltens Maul.

Bleibt solidarisch,

Euer EA.

Fundraising Campain

Weiterleitung:

Dear friends,

A good friend of us is in prison right now, so we started this fundraising campaign!

https://www.leetchi.com/c/solidaritywithj

She is a trans women of color who came alone to Germany some years ago from Syria.

This makes her especially vulnerable to the German legal system.

While she is locked away in male prison and with barely contact to her friends, at least what we can do is to make sure she does not loose her flat and that she can pay for a lawyer.

Corona makes support hard right now. Not only it is prohibited to visit her in prison at the moment but also organizing Soli-parties or events to raise money is impossible.

That’s why we really need your support!

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